Geschichte

Da es über die Gründung der Landjugend keine Aufzeichnungen gibt, haben wir Hans Aberer besucht. Von Ihm stammen die nun folgenden Angaben.

Im Winter 1948/1949 fand im Rebstock in Egringen eine Versammlung vom BLHV statt. Da in Haltingen in Kürze eine neue Landwirtschaftsschule eröffnet werden sollte, wollte der BLHV Geschäftsführer Berger unbedingt eine weitere Landjugendgruppe im Kreis Lörrach sehen. So wurde nach längerem hin und her schließlich die Landjugend Egringen gegründet. Als 1. Vorstand wurde Hans Aberer und als 1. Vorständin Hermine Enderlin in offener Wahl gewählt. Da die Landjugend keine eigenen Räumlichkeiten besaß, tagte man in Gaststätten (z.B. in der ehemaligen Sonne in Egringen). Man traf sich jedoch nicht regelmäßig, sondern in viel größeren Abständen.

Auch waren die Themen, mit denen sich die Lajus beschäftigten, hauptsächlich auf die Landwirtschaft ausgerichtet. So wurde z.B. im Jahr 1952 an einem Bauernumzug in Lörrach teilgenommen. Im Jahr 1957 wurde gemeinsam ein Miststreuer gekauft. Das war eine große Sache für die Egringer und Lajus. Acht Junglandwirte hatten beschlossen zusammen einen Miststreuer zu erwerben, wobei der Anteil jedes Landwirts DM 430,00 betrug. Um finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, wurden z.B. gemeinsam die Gemeindematten gemäht und zu Heugras verarbeitet. Dieses Heu war dann für die Munis der Gemeinde bestimmt. Auch in jungen Jahren unternahm die Landjugend schon kleine Studienreisen z.B. ging es nach Rüdesheim und nach Helgoland.

Treffpunkt im Dorf war das Milchhüsli, dort traf sich die ganze Dorfjugend und so wurden auch die Termine der Lajus weitergegeben.

Abschließend bleibt zu vermerken, dass der Kreis Lörrach im Jahre 1949 ca. 40 verschiedene Landjugendgruppen verzeichnen konnte. Im Jahr 1999 ist die Landjugend Egringen die einzige im Kreis Lörrach.

Als letztes hat uns Hans Aberer erzählt, dass früher der Zusammenhalt bei den Lajus sehr wichtig war. Er habe an der Veranstaltung im Juni (72-Stunden-Aktion) gesehen, dass der Zusammenhalt in der Landjugend immer noch ganz groß geschrieben wird.

Wir danken Hans Aberer und seiner Frau Rosa für die Erzählungen aus der Geschichte der Landjugend, den geselligen Abend und hoffen, dass wir trotz des leckeren Weißherbstes nichts Wirres geschrieben haben.